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![]() ![]() Leseprobe
Einführung
Abgehetzt,
von einem Gedanken zum anderen getrieben, von einer Handlung
zur nächsten, ist der Mensch ständig in Aktion. Von
immer wiederkehrenden Gedanken gebeutelt und den scheinbar stets
gleichen Handlungen auf Trapp gehalten, erscheint das Leben rastlos und
ruhelos. Wo bleibt die Harmonie, die innere Ruhe, die Gelassenheit? Es
erscheint einem so, als wäre man vollkommen verstrickt mit den
eigenen Gedanken und den täglichen Handlungen. Es sieht so
aus, als ob man seine Gedanken und der Handelnde wäre. Doch es
scheint nur so; aufgrund der Illusion, der Körper zu sein. In
dieser Illusion hat es den Anschein, als wären die Gedanken
Wirklichkeit, d.h. der Denkende hält das Gedachte für
Wirklichkeit und sieht nicht, dass seine Gedanken nur geistige Formen
sind, die im Grunde genommen keine Bedeutung haben, und denen er selbst
erst die entsprechende Bedeutung gibt. Gemäß der
ihnen zugedachten Bedeutung sind die Gedanken dann Wirklichkeit
für ihn. Und so ist der Mensch in der Illusion, dass die
Wirklichkeit so ist, wie er gerade denkt. Wenn man beispielsweise auf
dem Weg zum Bus ist und der Gedanke, den Bus verpassen zu
können, aufkommt, ist dieser negative Gedanke im ersten Moment
nichts weiter, als ein aufkommender Gedanke. Und erst durch den darauf
folgenden Gedanken, dass es ja möglich wäre, den Bus
verpassen zu können, gibt man ihm eine Bedeutung und damit ein
Stück Realität. Nun ist es so. Es ist
Realität geworden, den Bus verpassen zu können;
„im Handumdrehen“ mit zwei aufeinander folgenden
Gedanken. Von der leisen Angst begleitet, den Bus nicht rechtzeitig zu
kriegen, hetzt man nun dem Bus entgegen, obwohl man vor diesem
aufgekommenen Gedanken noch davon überzeugt war, den Bus
rechtzeitig zu erreichen, und dies die Realität war. Ebenso
könnte man dem negativen Gedanken keine Bedeutung geben und
denken: „Warum sollte ich den Bus verpassen? Ich bin doch
rechtzeitig losgegangen.“ Dann wäre es
Realität, den nächsten Bus zu nehmen, und man
würde bedenkenlos und in Ruhe weiter zur Haltestelle gehen.
Die Realität wäre dann eine andere. So formen wir
selbst unsere Realität, unser eigenes Erleben. Allein durch
die Bedeutung, die wir unseren Gedanken geben. Es sind nichts weiter
als Gedanken. Geistige Formen, denen wir erst die entsprechende
Realität verleihen. Unser gesamtes Erleben ist allein von
unseren Gedanken abhängig und davon, welchem Gedanken wir
welche Bedeutung geben.
Wenn
wir in der Stille erfahren, einfach nur da zu sein und den Atem,
die Gedanken, die Gefühle und den Körper einfach nur
zu beobachten und wahrzunehmen, können wir uns, mit diesem
nötigen Abstand zu all dem, unsere Unabhängigkeit
davon bewusst machen. Während wir uns der Tatsache, dass wir
im Grunde genommen nichts damit zu tun haben, immer bewusster werden,
können wir unsere Freiheit davon erfahren. Durch diese
wachsende Bewusstwerdung können wir Abstand zu unseren
Gedanken nehmen und erkennen, dass wir nichts mit ihnen zu tun haben,
wenn wir es nicht wollen. Wir können erfahren, dass es nur
Gedanken sind, die an uns vorbeiziehen und uns in keiner Weise
berühren. In diesem Gefühl des Gelöstseins
und der Freiheit von den Gedanken erfahren wir Frieden, Harmonie und
Ruhe. Vollkommenes Losgelöstsein von allem – frei
und leicht. Wenn wir uns in diesem Zustand, wo wir einfach nur da sind
und beobachten, zunehmend bewusst machen, dass wir nichts von dem sind,
was wir wahrnehmen, sondern reines Dasein, welches dies alles
beobachtet, ist es uns möglich, zu erkennen, dass wir in
Wirklichkeit nicht der Körper, die Gefühle und die
Gedanken sind, sondern reines Sein, welches dies alles beobachtet.
Vollkommen frei von dem, was es wahrnimmt. Ein einfaches Dasein und
sich seiner Selbst bewusst – weiter nichts. In einem
Bruchteil einer Sekunde offenbart sich uns unsere wahre Natur
– unser klares, reines Selbst; und wir erfahren unsere klare,
einfache Schönheit. Die klare, einfache Schönheit
unseres Selbst: Ein unpersönliches einfaches Dasein ohne
Wünsche und Verlangen. Ein reines Sein und sich seiner Selbst
bewusst. In dieser Erfahrung erkennen wir, dass wir frei sind und schon
immer frei waren, und dass der Glaube, der Körper zu sein, nur
eine Illusion ist.
Wir
brauchen uns nur wieder an unsere wahre Natur zu erinnern, um sie
zu erfahren. Mehr nicht. Es gibt nichts zu suchen, nichts zu finden und
nichts zu lernen – nur etwas zu erinnern. Es ist alles
bereits da. Jetzt in diesem Moment. Wir haben alles, was wir dazu
brauchen: uns selbst. Wir müssen nicht einmal etwas tun, um
uns an unsere wahre Natur zu erinnern; wir brauchen lediglich unseren
Bewusstseinszustand zu verändern. Das ist alles. Indem wir
unser Bewusstsein von dem illusorischen, aktiven Zustand von
Ich-tu-etwas, Ich-denk-etwas in den wahrhaften, passiven Zustand von
Ich-bin-einfach-nur-da-und-beobachte verwandeln, machen wir die
angenehme, befreiende Erfahrung, einfach nur da zu sein und
wahrzunehmen. Wir erfahren, hier und jetzt einfach nur zu sein. Frei
von allem. Einfach nur da – mehr nicht. Wenn wir uns in
diesem Zustand als reine Energie betrachten, die einfach nur da ist und
sich ihrer Selbst bewusst und alles nur beobachtet, kommt es dem, was
wir in Wirklichkeit sind, am nächsten. Durch diese Sichtweise,
ist die Erfahrung unserer wahren Natur möglich; sodass uns
klar wird, wir sind nicht das, was wir beobachten, sondern das, was
„dahinter steht“ und beobachtet. Nicht das
Beobachtete, sondern der Beobachter. In der Erkenntnis unserer wahren
Natur erkennen wir, dass wir nichts von dem sind, was wir dachten, das
wir sind.
Den
Zustand Einfachen Daseins können wir nur erfahren, wenn
wir bei uns selbst, im Einklang mit unserem Herzen, sind. Nur so sind
wir in dem passiven Zustand, einfach nur da zu sein und wahrzunehmen,
und uns unserer Selbst bewusst. Nur wenn wir bei uns selbst sind,
können wir uns selbst und dadurch unsere wahre Natur erfahren.
Wenn wir unsere Aufmerksamkeit statt auf uns selbst auf den Verstand
richten, sind wir uns unserer Gedanken und deren Inhalt bewusst, nicht
aber unserer Selbst. In diesem Zustand sind wir in der Illusion, aktiv
zu sein. In der Illusion, aktiv zu denken, und somit in dem Bewusstsein
von Ich-denk-etwas, Ich-tu-etwas. In diesem illusorischen Zustand ist
die Erfahrung, sich seiner Selbst bewusst und einfach nur da zu sein,
folglich nicht möglich, sondern ausschließlich die
der Aktivität. Nur wenn wir uns im Hier und Jetzt auf uns
selbst konzentrieren, können wir uns selbst und unseren
wahrhaften, passiven Zustand erfahren.
Die
alltäglichen Tätigkeiten liebevoll zu erledigen,
ist eine Möglichkeit, im Alltag bei allen Handlungen bei sich
selbst zu sein. Während wir unsere Handlungen liebevoll
ausführen, sind wir im Einklang mit unserem Herzen –
unserer Liebe –, im Einklang mit uns selbst. Auf diesem
einfachen Weg ist es möglich, im Alltag bei seinen
täglichen Tätigkeiten im Einklang mit seinem Herzen
bei sich selbst zu sein; und man kann sogar dahin gelangen, den ganzen
Tag über in diesem liebevollen, harmonischen, zentrierten
Zustand zu sein, während das Selbstbewusstsein stetig zunimmt.
Durch dieses ständige Richten der Aufmerk-samkeit auf seine
eigene liebevolle Art und somit auf sich selbst, kommt man der
Erfahrung des passiven Zustands, einfach nur da zu sein und zu
beobachten, beständig näher. Und durch dieses
Annähern an diese Erfahrung nähert man sich der
Erkenntnis seiner wahren Natur – reines Sein und frei von
allem. Hinzu kommt, dass uns jede liebevoll erledigte
Tätigkeit ein wenig Freude bereitet, da wir unsere Liebe in
dem Moment fühlen.
Liebe
ist, was uns beflügelt, was uns belebt. Jemanden lieb zu
haben oder zu lieben macht Freude. Die eigene Liebe zu fühlen
bedeutet, die Freude in sich zu fühlen. Die Liebe zu etwas ist
ein ständiger Freudenquell. Wenn wir jemanden lieb haben,
erhöht es unsere Stimmung. Es lässt unser Herz
höher schlagen und macht uns leicht und beschwingt. Durch die
eigene Liebe können wir uns selbst und allen anderen Lebewesen
um uns herum näherkommen. Unsere Liebe befähigt uns,
unsere eigene Wirklich-keit besser verstehen zu können. In
Liebe sind wir mit unserem wahren Wesen verbunden und in unserem
ursprünglichen, natürlichen Zustand. Etwas lieb zu
haben oder zu lieben bedeutet, die eigene Liebe in sich und somit sich
selbst zu fühlen. Es bedeutet, mehr von dem zu
fühlen, was man wirklich ist. Man kommt dadurch dem eigenen
Wesen – der eigenen Wirklichkeit – einen Schritt
näher und erhält einen tieferen Einblick in das
eigene Sein. Wenn du einen Menschen, ein Tier, eine Pflanze oder
irgendetwas anderes lieb hast, fühlst du deinen eigenen
Ursprung: Du fühlst Liebe. Deine Liebe ist die Quelle, aus der
du endlos schöpfen kannst. Sie ist die Quelle allen Seins. Sie
ist das Eine, das es nur gibt. Wenn du deine Liebe zu etwas
spürst, fühlst du das Eine in dir. Du fühlst
die eine wundervolle Quelle der Liebe und der Weisheit und bist in
Kontakt mit ihr. Für den Moment, wo du deine Liebe
fühlst, bist du eins mit der Quelle. Und du fühlst
ihr wahres Wesen: Liebe. Lieben ist Verbindung mit dem
Höchsten – mit dem Einen. Lieben ist Einheit. Lieben
ist Meditation. In Liebe handeln ist Meditation in Aktion. Wenn du
immer häufiger in Liebe – liebevoll –
handelst, gelangst du in den passiven Zustand, einfach nur da zu sein
und zu beobachten, wie die Liebe durch dich handelt. Von einem Moment
auf den anderen wird dir klar, dass du einfach nur da bist und
zuschaust, wie die Liebe aktiv ist, und fühlst dich frei von
der augenblicklichen Handlung. Dir ist klar, du bist der Zuschauer,
nicht der Handelnde und tust im Grunde genommen nichts außer
die momentane Handlung wahrzunehmen und der Liebe zuzuschauen, wie sie
durch dich handelt ...
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Der Versand ist kostenlos. Einheit im Alltag Stefan Elz Paberbac k, 176 Seiten, 18,0 x 11,5 cm 978-3-9809973-2-4 14,80 € . Lichtels Verlag
Titel:
Autor: Einband: ISBN: Preis: Verlag: ~
Herzlich
Willkommen zu einer liebevollen Reise zu dir Selbst ~
Das Vertrauen zur Inneren Stimme erweitern und dadurch die Anbindung an die Quelle im Herzen festigen. Bewusste Persönlichkeitsgestaltung und Realitätsgestaltung. Gestalte deine Gedankenwelt bewusst - wandle negative Gedanken um in positive und lass sie ganz bewusst zu deiner inneren Haltung werden. Durchschaue die Mechanismen deines Verstandes, um dich abzulenken von dir selbst, und wähle immer wieder von neuem deine Realität und wer du bist. Liebevolles
Handeln im Alltag
als Weg zu dir selbst, zu innerem Frieden
und
zu der
Erkenntnis, wer du wirklich bist.
Inhalt Vorwort ..................................................................... 11 Einführung ................................................................ 13 ERSTER TEIL 1. Lieben macht Freude .............................................. 22 2. Liebe macht es am besten ..................................... 33 3. Meditation ist immer ............................................... 37 4. Meditative Tätigkeiten ............................................ 44 5. Mach dir die Quelle in dir bewusst ....................... 47 6. Meditation - Liebe zur Quelle - .............................. 55 7. Die Quelle zeigt dir deine Wahrheit ...................... 59 8. Befrei dich von der Meinung anderer .................... 62 ZWEITER TEIL 9. Wer bist du wirklich? ............................................... 66 10. Das Eine vergisst, wer es ist ............................... 74 11. Deine Vision von Wer Du Bist entsteht ............... 76 12. Deine Erfahrungen und deine Vision von Wer Du Bist .................................................... 82 13. Du machst deine Erfahrungen selbst ................... 89 14. Die Illusion von Gut und Böse .............................. 93 15. Es gibt nur Vollkommenheit .................................. 98 DRITTER TEIL 16. Das Ich will die Vorherrschaft ................................ 104 17. Die Liebe als Wegweiser ..................................... 115 18. Das Eine in Illusion ................................................ 120 VIERTER TEIL 19. Du hast, was du wählst, zu haben – du bist, was du wählst, zu sein ............................. 126 20. Das Ich reagiert – die Quelle erschafft ............... 132 21. Hier und jetzt ........................................................... 136 22. Die Illusion von Täter und Opfer und der Opferrolle .................................................. 140 23. Wir erschaffen unsere globale Zukunft ............... 148 24. Die Macht der Auto-Suggestion ......................... 152 25. Geistheilung ........................................................... 158 26. Einheit im Alltag .................................................... 165 Beispiele für Suggestionen .................................. 173 Copyright
2010 Lichtels Verlag Bremen
Geistige
Entwicklung und alltägliche Tätigkeiten scheinen im
Widerspruch zueinander zu stehen. Und doch kann man gerade
während der täglichen Beschäftigungen
meditativ und in Kontakt mit der Quelle allen Ursprungs sein. So kommt
man allein durch liebevolles Ausführen der einzelnen
Handlungen dazu, sein Bewusstsein langsam zu transformieren und vom
aktiv Handelnden zum Zuschauer der eigenen Handlungen zu werden
–
das Handeln
im Nichthandeln.
Einfühlsam
wirst du in die Praxis der ganztägigen Meditation
geführt, die du sofort im Alltag anwenden kannst. Dir wird
alles an die Hand gegeben, um zunehmend bei dir selbst zu sein, dein
Leben in Harmonie, Liebe und Freude zu verwandeln, deine vollkommene
Freiheit von allem zu erfahren und um dich an deine wahre Natur und
deine wahre Identität zu erinnern. Durch den zunehmenden
Kontakt mit der Quelle intensivierst du
Selbstbewusstsein
Innere
Gelassenheit
Geistige
Freiheit
Einklang
mit dir selbst
und der Quelle
im praktischen
Alltag.
Auf
dem Weg
der Liebe in die Einheit -
hier und
jetzt.
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